Von Deutschland nach Vietnam – 90 Tage, 20 Länder | WDR Reisen

Mit dem Auto von Mönchengladbach nach Vietnam. Eine Traumreise, immer nach Osten, Luftlinie 13.000 Kilometer, vorbei an den höchsten Bergen der Welt Jeder Tag ein neues Abenteuer, auch brenzlige Momente oder faszinierende Orte Es ist ein durchgeknallter Roadtrip durch 20 länder in 90 Tagen Atemberaubend. Wir starten, ohne zu wissen, worauf wir uns einlassen oder wem wir vertrauen können. Die große Frage: schaffen wir es überhaupt bis zum südchinesischen Meer? Luftlinie sind es 13.000 Kilometer zu fahren, aber knapp 28.000 und das in 90 Tagen. Kann das klappen? Wir, das sind mein 17 Jahre altes Auto, robust und gut in Schuss Dazu kommt mein alter Freund Manni und ich. Viel haben wir nicht dabei, jeder nur mit Tasche und Rucksack an Bord starten wir ins Abenteuer Es war richtig komisch, die Tür abzuschließen und zu wissen ich sehe dich erst wieder in drei Monaten Hoffentlich, also wenn wir durchkommen und das alles dann auch wirklich so klappt. Keine Ahnung Wir können den Zeitabstand jetzt gar nicht richtig einschätzen Immerhin müssen wir rund 300 Kilometer pro Tag schaffen. In Europa mag das locker machbar sein, aber gilt das auch für Länder wie Pakistan, Bhutan oder Kambodscha? Alles ungewiss. Und dann ist da noch ein 17 Jahre altes Auto. Hält es wirklich durch? Vor der Reise habe ich einen Rundum-Check machen lassen, an Bord haben wir nur das Nötigste, Wagenheber und Ersatzrad und ein Reservekanister, an den habe ich auch gedacht. Wir fahren die ganze Nacht durch bis in die Türkei – Slowenien, Kroatien, Serbien… Kilometer fressen Ein Festival für die Sitzmuskulatur Nach 29 Stunden erreichen wir Istanbul, die pulsierende 15-Millionen-Metropole am Bosporus Weißt du, was das da drüben ist, Manni? Asien, greifbar nahe Wenn das da Asien ist heißt das für uns nämlich, dass wir irgendwie so gefühlte 20.000 Kilometer in die Richtung noch fahren Das mit der Richtung ist so eine Sache Anderthalb Jahre habe ich mir darüber den Kopf zerbrochen, so lange dauerte die Planung Immerhin möchten wir Länder durchqueren, die gefährlich sind: schlechtes Straßennetz hohes Verkehrsaufkommen, Gefahr von Anschlägen und außerdem sind da auch noch die vielen Visabestimmungen: 20 Länder in 90 Tagen, einmal quer durch Asien Der Auftakt in der Türkei: beeindruckend In Ankara das Mausoleum von Kemal Mustafa Atatürk Weiter geht’s im Taurusgebirge, überall ist es karg, dazu Temperaturen um die 50 Grad, wie hier bei den historischen Stätten auf dem Nemrut Dagi dagegen ist der Vansee als größter See des Landes ein Kühlschrank Mein Highlight in der Türkei ist Göreme Das kleine Dorf, berühmt für seine Feenkamine aus Tuffstein. Wer sie in ihrer ganzen Pracht sehen will, der muss verdammt früh aufstehen. Abfahrt ist 4 uhr 30, eine Ballonfahrt liegt vor uns und spätestens wenn so ein Ballon in den Himmel aufzusteigen beginnt, verfliegt die Müdigkeit ganz schnell Auf Wiedersehen! Wir sehen uns morgen – vielleicht auch erst nächstes Jahr! Schwerelos steigen wir auf, es ist, als würden hunderte Himmelslaternen gleichzeitig in die Luft steigen So fühlt es sich an – eine atemberaubende Aussicht in 1300 Metern Höhe Das sieht so toll, so ein farbenfrohes Spiel am Himmel Ich habe keine Höhenangst, obwohl ich 4000 Meter über den Boden

aber dieses Dahingleiten gibt einem irgendwie so ne Ruhe Am neunten Tag unserer Reise verlassen wir die Türkei. Hinter uns liegen 5400 Kilometer. Es wird wieder saftig grün, dazu herrliche Täler, Flüsse und Festungen – typisch für das kleine Land Georgien Alles läuft bestens bis Tiflis, dort haben wir Ärger mit dem Auto, aber laut Handynavi ist Hilfe nah So, hier sind schon Werkstätten, hier, guck mal Aber da war eine Garage. Richtig Da waren zwei, hier und, hier, das sieht nach Holz aus Hier rein? Ja, da rein Das ist sie, die Werkstatt unseres Vertrauens. Das Problem müssen wir nicht groß erklären, der Auspuff könnte jederzeit abreißen, eine Reparatur sollte kein Problem sein, habe ich dieses Auto doch extra für den Trip gekauft, robust gebaut, mit wenig Elektronik und in Asien viel gefahren Meine Entscheidung zahlt sich aus. Für die gerissene Aufhängung gibt es Ersatz, 13 Euro kostet der Service Cool, wow! Dann geht es weiter über die georgische Heerstraße. Der dreizehnte Tag, es ist die einzige Transitroute nach Russland, mitten durch den Kaukasus, wo vor gut zehn Jahren noch Krieg herrschte, befindet sich heute einer der großartigsten Aussichtspunkte des Landes Bis zu 5000 Meter hoch reichen die umliegenden Berge, ein unglaublicher Anblick Um weiter nach China zu kommen, haben wir uns für die Route über Russland entschieden. Am Kaspischen Meer vorbei nach Kasachstan Hier ist es mit den Grenzen deutlich einfacher, bedeutet aber auch, dass wir einen Umweg von rund 1000 Kilometern fahren, mitten durch die ewig weite Steppe Kasachstans. Hier ist nichts, keine Tankstelle, einfach nichts Reservekanister und die gute Federung zahlen sich aus Die schlimmste Piste ever, wirklich. So Buckel sind hier teilweise drin Die Stücke, wo’s mal nicht rappelt, kann man wirklich in Millisekunden Über eine Strecke von 300 Kilometern reiht sich ein Schlagloch ans andere Eine besondere Art der Verkehrsberuhigung, denn ein Kamel auf dem Kühler – eine noch unangenehmere Vorstellung. Die nächste Herausforderung wartet Wer das bekannte Scherkala-Gebirge zu Gesicht bekommen will, der hat solche Pisten vor sich. Unser Auto aber verzeiht uns den wilden Ausritt. Von Kasachstan geht es weiter nach Usbekistan. Tag 19 auf unserem Roadtrip im Herzen der traditionellen Seidenstraße Mit alten Karawanenstädten und Moscheen, ob in Schiwa, Buchara oder Samarkand mit dem weltberühmten Platz, dem Registan Unglaublich aber auch, was man so alles erlebt. Wie hier beim Boxenstopp. Nach 11.000 Kilometern gibt es frisches Öl für unser Auto und dazu eine porentiefe Spezialreinigung. Es riecht nach Kräutern aus tausendundeiner Nacht Die nette Dame vertreibt damit die bösen Geister. Also, schaden kann’s nicht Für kleines Geld viel Segen, die spirituelle Zuwendung kostet gerade mal 1000 So’m, umgerechnet 10 Cent Ob’s wirklich hilft? Auf nach Kirgisien Das Land hat eine grandiose Natur Die Männer hier lieben ihren Kalpak, den so typischen Hut. Man ist halt traditionell Nach vier Wochen suchen uns die bösen Geister doch heim Bei einer Rast an einem schlammigen See Baden kann man das hier nicht nennen, es ist matschig und rutschig Mit dem Auto kommt man hier kaum durch,

wir helfen mit unserem Abschleppseil Das Abschleppseil sitzt, also langsam losfahren, auch er gibt Gas, und dann passiert es, Es hat mächtig gerumst Das kann bitter werden, doch wir haben Glück: am Auto ist alles heil geblieben, bei ihm allerdings hat die Heckklappe einiges abbekommen Das tut mir voll leid. Das bist du nicht schuld, das hat er ein bisschen verpeilt, der ist in dich reingerammt. Und nun? Wir regeln es auf die kirgisische: ein Handschlag und die Sache ist erledigt Schön wenn man sich im Guten trennt. Denn nun steht uns die aufregendste Zeit bevor: mit der Fahrt nach China Inzwischen ist es verdammt kalt und die Landschaft karg geworden. Immer häufiger sehe ich die Jurten der Nomaden. Und dann füllt das schneebedeckte Transalaigebirge den gesamten Horizont aus – hier sind die Berge bis zu 6000 Meter hoch, und das ist nur der Vorgeschmack auf das, was uns nach vier Tagen China in Pakistan erwartet Es ist der 33. Tag bei Kilometer 13.000, als wir den Khunjerab Pass, den höchsten Grenzübergang der Welt passieren Was ein Ausblick, die Gletscher greifbar nah, bei angenehmen Temperaturen oder? Kann man machen. Ist ja Sommer. Nur in den Sommermonaten ist der Pass befahrbar Über den Karakorum Highway, eingerahmt vom Himalaya, dem Pamir und Hindukuschgebirge Eigentlich wollten wir in Pakistan nur sechs Tage bleiben, am Ende werden über drei Wochen daraus. Man muss wissen, in Pakistan gibt es mitunter Bombenanschläge und Entführungen von Touristen, allerdings ist es größtenteils friedlich Und die Pakistanis? Nirgendwo haben wir gastfreundlichere Menschen erlebt Stundenlang geht es den Karakorumhighway nur bergab Es wird stetig heißer, dazu Linksverkehr, und bunte lahme Laster die die engen Bergstraßen nur noch enger machen Hinterher, oder? Willst du nicht auch gerne mal draußen sitzen? In der prallen Sonne? Weiß ich nicht Muss ich nicht haben Genauso wenig wie Nägel im Reifen. Der örtliche Fachbetrieb fackelt nicht lang und stopft das Loch einfach mit Kautschuk. Hält im übrigen tatsächlich super. Danach weiterfahren, oder auch nicht: das ist nur einer von vielen Checkpoints im Land, überall wird kontrolliert, hier dürfen wir noch passieren, und 100 Kilometer weiter zwar auch, aber nur mit Begleitung Also ich hab gerade da hinten mal mit der Polizei gesprochen, wir kriegen eine Eskorte, wenn es richtig verstanden habe Er ist nicht unser Begleiter, dafür sein Kollege. Unser erster Eindruck: nicht der allerfreundlichste. Vor Jahren herrschten die Taliban hier, aber inzwischen ist es ruhig. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle Nach einer Stunde ist Schluss mit Begleitschutz Bis hierhin schon verrückt, und doch ist es nur der Anfang Wir fahren in der 700 Kilometer entfernte Bahawalpur, das liegt irgendwo in der Mitte des Landes Nach sechs Wochen könnte man sich ja mal die Haare schneiden lassen Wir besuchen einen der bekanntesten Friseure Pakistans. Der arbeitet mal so aber am liebsten so. Firecut nennt sich das Inzwischen ist es halb eins nachts und draußen möchte ich wissen, was man so von ihm hält Kennst du ihn? Nein, das mit dem Haar ist sehr gefährlich

Ich wage den Firecut dennoch. Freudig empfängt mich Star-Figaro Kader Schafkat 30 Euro soll ich für den Schnitt zahlen, viel zu viel, aber es sei gut angelegtes Geld Nichts wird dir passieren, versprochen Das hoffe ich. Mulmig wird mir schon, als die Ladung Rasierschaum verteilt wird Danach kommt Mehl, und dann wird das Feuerzeug gezückt Ich brenne. Lichterloh wie ein Weihnachtsbaum Ein paar Haarspitzen stören ihn dann doch wohl noch, ich brenne schon wieder Und dann bin ich froh dass er sein Werk endlich vollbracht hat. Vielen Dank, ich lebe noch, und meine Haare sind super geworden. So viel Hitze hinterlässt Spuren. Durstig fahren wir nach Rawalpindi, 400 Kilometer nördlich in Pakistan Alkohol ist in dem muslimischen Land strikt verboten, eine Brauerei gibt es dennoch. Eine, und wir dürfen hinein Lernen den Chef Isphanyar M. Bhandara persönlich kennen. Unser Auto könnten wir tatsächlich gegen eine seiner Karossen eintauschen, das wollen wir aber nicht Stattdessen trinken wir nach Wochen unser erstes Bier. Danach fahren wir in die Hauptstadt Islamabad, dorthin, wo die Trucks getunt werden, und lassen unser Auto mit diesen Aufklebern verschönern Wie ich schon sagte: turbulente Zeit. In Lahore wollen wir uns das weltberühmte Fort und die Badshahi-Moschee, eine der größten der Welt ansehen Nur, was sie auf der Straße los ist, ist kaum erträglich, aber man lernt gelassener zu werden und sich treiben zu lassen Blöd nur, wenn man das allzu wörtlich nimmt und so geht es mitten durch einen der längsten Basare der Elf-Millionen-Metropole Ja ok, war nicht die beste Idee Aber auf dem Plan sah das gut aus Aber die sind alle entspannt, das freut mich total. Irgendwie schaffen wir es Über drei Wochen Pakistan, nur weil wir diesen Grenzübergang nicht passieren dürfen. Indien hat uns bislang kein Visum ausgestellt, also schauen wir von pakistanischer Seite aus zu, dem Machtspiel zwischen Indien und seinem Nachbarn Die verfeindeten Länder demonstrieren eindrücklich Stärke und das jeden Nachmittag Aber am 59. Tag bei Kilometer 18.527 dürfen wir in Indien einreisen Endlich. Glücksgefühle pur Nächste Etappe. Doch die Verzögerung bedeutet auch, dass wir Nepal streichen und Gas geben müssen Nach Stopp in Delhi geht es einmal quer über rund 1600 Kilometer bis ins Land des Glücks Denn dort im Königreich Bhutan werden wir erwartet. Da man als Tourist nur mit Guide durchs Land darf, um den Tourismus zu begrenzen, begleitet uns der 29-jährige Ran Er heißt uns willkommen im Land des Glücks Denn so erklärt uns Ran später: hier leben die glücklichsten Menschen der Welt Fernab im Himalaya haben sie sich ihre Kultur bewahrt Du hast die Masken gesehen und das Feuer? Es geht darum, das Böse zu besiegen, das uns krank macht Auch wenn eine Reise nach Bhutan teuer ist, diese Eindrücke sind unbezahlbar Nach fünf Tagen verlassen wir den Himalaya und somit auch Bhutan Inzwischen ist ein Stoßdämpfer kaputt, die Fahrt durch Indien hält er noch

durch, aber wir benötigen dringend Ersatz In Myanmar, das für uns nur über diesen Grenzübergang zu erreichen ist, Tamu Border. Auf der anderen Seite liegt das goldene Land, wie es auch genannt wird Willkommen, Mingela Bar Das gilt im übrigen auch für Jay, ähnlich wie in Bhutan geht hier nichts ohne Guide Angesichts unseres Zeitplans ein echter Vorteil, denn er weiß wo es lang geht und wo es schön ist im goldenen Land mit seinen riesigen Statuen, Tempeln und Pagoden Alleine 2500 in Kako. Und Jay verspricht, dass wir hier in Mandalay das Auto reparieren lassen können, und zwar ohne lange warten zu müssen. Ob das klappt? Heute jedenfalls nicht mehr, heute feiern die Menschen den full moon, den Vollmond Die Frauen singen hier und möchten von den Einheimischen damit Spenden sammeln, für die Klöster Der schönste Platz in Mandalay liegt etwas außerhalb der Stadt Es ist die längste und älteste Teakholzbrücke der Welt, die U-Bein-Brücke. Sich hier unter die Einheimischen zu mischen ein tolles Gefühl, und der Sonnenuntergang sowieso Am nächsten Morgen haben wir tatsächlich einen Werkstatttermin, nur, ob die so schnell arbeiten? Jay klärt für uns die Eckdaten. Der Stoßdämpfer, also die Feder dazu seine Arbeitskraft und alles, was noch dazukommt, kosten zusammen 50.000 Kyats, gerade mal 30 Euro. Und wie lange dauert das? Zwei Stunden Oh, ich habe eine Hand vergessen, sieben Stunden. Und bei uns in Deutschland heißt es immer: morgen, morgen. Zwei Stunden, das ist Service, und wieder zahlt sich aus dass ich diesen SUV gekauft habe Der Stoßdämpfer ist vorrätig, so bleibt sogar noch Zeit, die Halterungen aus Georgien am Auspuff zu verstärken, unkonventionell mit Stahlseilen Wir können weiter Wir sind elf Wochen unterwegs. Wieder muss ich mich umstellen, wir verlassen Myanmar und wechseln auf der Brücke von Rechtsverkehr zu Linksverkehr in Thailand Nervig. Fünf Tage bleiben wir im Land des Lächelns mit Zwischenstopp in der Hauptstadt Bangkok Unvergessen bleibt die rasante Fahrt auf dem Mofa-Taxi, ebenso die Kämpfe der besten Thai-Boxer des Königreichs Das Highlight des Abends ist ein Drink in der Rooftop Bar mit traumhaften Blick über die Millionenstadt Kilometer 26.500. Noch sieben Tage bis zum Sonnenaufgang in Vietnam Unglaublich, wir haben es nach Kambodscha geschafft und haben den nächsten Reisegast an Bord. Er unterstützt unsere Dreharbeiten und meint, er hätte eine super Delikatesse für uns. Da drüben gibt es Ratten und Schlangen. Nein, nicht wirklich, oder? Doch, lasst uns rübergehen, dann siehst du sie. Ich glaube nicht, was ich höre Ratte? Tatsächlich. Frisch vom Rost für 6000 Real, umgerechnet teure 1,40 Euro Aber es ist ja auch keine gewöhnliche Stadtratte, sondern eine Feldratte, genährt von gutem Reis. Schmeckt nach Chicken Leicht ranzig Ja, war schön ne Die Hühner warten schon Eher mein Geschmack. Und andere freuen sich deutlich mehr über die Feldratte Rund 1000 Kilometer fahren wir durch Kambodscha. Wir schauen uns die weltberühmte Klosteranlage Angkor Wat an, bewundern die Flussdelfine im Mekong, oder besuchen ein Elefanten-Sanctuary Aber eine Sache haut mich dann doch fast um: eine ganz spezielle

Touristenattraktion wenn du willst, kannst du mal mit einer Panzerfaust schießen Nein, das ist doch nicht dein Ernst, oder? Panzerfaust schießen? Glaube ich nicht Dafür folgen wir zunächst diesem Auto 20 Minuten lang. In einem Sperrgebiet halten wir plötzlich. Bevor es an die Panzerfaust geht ist ihm dann doch noch was wichtig Er macht das, damit nichts passiert und alles gut verläuft Eine Panzerfaust? Gut, dass er mir erklärt, wie rum man sie halten muss und wohin ich nicht zu schießen habe. In den Wald.Und dann bekomme ich sie auf den Rücken gelegt, ein komisches Gefühl, er zählt runter, es ist tierisch laut und dann der Einschlag in der Ferne Alter Schwede aber der Rückstoß ist gar nicht so schlimm. Es geht Ein Schuss kostet irrwitzige 500 Dollar, und wer noch 350 Dollar drauf legt, der bekommt ein Ziel on top. Wenn du noch mehr bezahlst, bekommst du sogar ein Ziel, zum Beispiel kannst du dir eine Kuh oder ein Schwein kaufen, irgendetwas, was du hochgehen lassen kannst. Aber kein Auto Was ein Schwachsinn. Es ist Tag 85, der Grenzübergang nach Vietnam vor uns. Einreisen dürfen wir nur mit dem Nachweis, dass ich das Auto wieder im Container nach Deutschland verschiffe, was noch mal 6000 Euro kostet Und die Tour inklusive Hotel, Verpflegung und tanken mit 25.000 Euro sehr teuer macht. Eine Traumreise bleibt es dennoch, selbst die letzten Tage. Die Mangroven von Tra Su, der floating market im Mekong Delta, und beeindruckend die Verteidigungsanlagen der Vietcong. Uneinnehmbar für die Amerikaner im Vietnam-Krieg Hier zu schießen finde ich allerdings daneben Und dann ist er da, der letzte Tag, ich hatte es gehofft, aber nie damit gerechnet, dass wir tatsächlich in Vung Tau einen Sonnenaufgang erleben werden Ein 17 Jahre altes Auto hat durchgehalten, keiner ist krank geworden nichts Schlimmes passiert, und jetzt sind wir da Was ist denn hier los? Ist jetzt hier abends, oder…? Ich bin sichtlich aufgewühlt, kann es kaum fassen Nach knapp drei Monaten sich klar zu machen, dass ich nicht auf die Nordsee gucke, sondern aufs südchinesische Meer, und dass ich nicht geflogen, sondern hierher gefahren bin, unfassbar, wie so vieles Jetzt sitzen wir hier. Ja War ne Hammer Zeit Unbeschreiblich Eigentlich wollte ich ja den Sonnenaufgang sehen, das habe ich aber tüchtig vermasselt, wir sind auf der falschen Seite der Landzunge, aber spielt das noch eine Rolle? Wir haben diese wahnsinnige Autofahrt von Mönchengladbach nach Vietnam geschafft, knapp 28.000 Kilometer, drei Monate voller Abenteuer, Herausforderungen und großartiger Momente in der Fremde Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt – wie machen Sie denn eigentlich Urlaub?Schreiben Sie das doch gerne mal in die Kommentare. Und wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, freuen wir uns natürlich über einen Daumen nach oben Abonnieren sie unseren WDR Reisekanal und ganz wichtig: aktivieren Sie die Glocke, dann verpassen sie keines unserer Videos! Vielen Dank fürs Zuschauen!